Stadt als Beute Vita

Esther Gronenborn, Absolventin der Filmhochschule München, startete ihre Experimente auf Film schon im zarten Alter von siebzehn Jahren. Hauptsächlich auf Super 8 und Video, verfilmte sie kleine inszenierte Geschichten zwischen Experimentalfilm und Trash. Durch das Projekt „Jugend Kritisches Theater“, das von Hans Günther Heyme 1982 ins Leben gerufen wurde und Jugendlichen die Chance gab, sich auf unkonventionelle Weise dem Theater zu nähern, machte sie schon während der Schulzeit erste Erfahrungen in Dramaturgie und Schauspielführung. Diese Aktivitäten mündeten 1985 in der Gründung des Kulturvereins WAND 5, der sich mit Untergrundfilm und Mulitmediaprojekten beschäftigte und nach wie vor, jedes Jahr das Filmfestival „STUTTGARTER FILMWINTER“ veranstaltet. Nach einem kleinen Intermezzo in Literatur und Philosophie an der FU Berlin, fing Esther Gronenborn 1990 das Studium in der Dokumentarfilmklasse der HFF München an. Neben mehreren Auslandsaufenthalten in England, Hong Kong und Rumänien, hat sie einige Dokumentar- und Kurzfilme produziert und einen kleinen Ausflug in die OFF Theaterszene gewagt und sich, inspiriert durch ihre eigene Band PARC vor allem in der Musikvideoszene Deutschlands einen Namen gemacht. Nachdem sie in München für das Netmagazin ARTECHOCK geschrieben hat, ist sie seit Sommer 1998 Sympathisant und nun volles Mitglied der Berliner Internet Literaten Gruppe „AG Inhalt“.

 

Filmografie / Projekte

Kurzfilme
auf Video und Super 8

"Hundstage" Regie, gezeigt in Tübingen, 5 min., Video, 1985 und Bonn
"How to use a car" Regie und Kamera, 15 min, Super 8, 1986 gezeigt in Stuttgart und Berlin
"Tief Unten" Regie und Kamera, 15 min., Super 8, 1987 gezeigt in Stuttgart

auf 16 und 35

"Morgengrauen"
35 mm, 8 min, Mini Feature 1992
Projektfilm/ Filmverlag der Autoren

Antikriegsdrama inspiriert von den Kriegswirren im ehemaligen Yugoslawien und einem Traum. Zwei Kinder auf der Flucht vor einem Erkundungsdhubschrauber. Sie flüchten in ein Dorf und bringen das Grauen, ohne es zu wissen mit. Die Regisseurin und Autorin des Films gewann mit ihrem Kurzfilmdrehbuch ein vom Filmverlag der Autoren ausgeschriebenen Drehbuchpreis, flog damit nach Rumänien und inszenierte dort den Film.(1. Regieübung HFF München)

Regie und Buch, gezeigt auf unzähligen Nationalen und internationalen Festivals. Silberner Mikeldo in Bilbao, Prädikat: Besonders wertvoll


"EPG 55, oder der Tag an dem der Fernseher kaputt ging"
35 mm, 16 min. 1993
Übungsprojekt der Theaterakademie München
Nur schulintere Vorführungen.


Dokumentarisches

"Sie schämen sich ihrer Tränen nicht"
20 min., 16 mm, Dokumentarsatire 1990
Franz Josef Strauss ist tot, es lebe sein Totenkult. Eine Dokumentarsatire über die geplante, heiss diskutierte und schliesslich boykottierte Grabverlegung Franz Josef Strauss von Rottach am Inn in die bayerische Hauptstadt mit Herz.

Regie und Buch, gezeigt in Hamburg
Transversal, Stuttgart
München, Berlin Eiszeit

"I wonder in Pornoland"
16 mm, 30 min., Dokumentarfilm, HFF 1991

Kann es Pornographie für Frauen geben? Auf der Suche nach einer Antwort, stolpert Esther Gronenborn wie Alice in Wonderland durch die Pornoszene Deutschlands und interviewt zum Thema neben Beate Uhse auch die Aktivistin der PorNo Bewegung und Filmemacherin Monika Treut, sowie andere kleinere und grössere Persönlichkeiten der Pornoindustrie. (erster Übungsfilm der Filmhochschule)
Regie und Buch, gezeigt in Saarbrücken,
Max Ophüls, Dok Filmfest
München, Internationales
Festival d. Filmhochschulen
Augsburg, Potsdam u.A.


"Die Straße zum Glück"
45 min, DV and Beta 1995
Ohne Drehgenehmigung drehte Esther Gronenborn in einem der Hotspots der Globalisierungsfalle, in Shenzhen. Dort wo die Turnschuhe und Spielsachen unter Blut, Schweiss und Billiglöhnen für die Geschäfte der westlichen Konsumwelt entstehen. Ein Portrait über Shenzhen, der ersten Wirtschaftssonderzone Chinas. (Abschlussfilm der HFF)

Regie und Buch, gezeigt bei Human Rights Congresses and PGO Meetings.


Theater

"Voices"
Regie
Theaterstück von Sam Shepard 1992 for the Off- Theater Ex Libris München


Commercials


Esther Gronenborn lehnt Werbung ab, hat aber in ihrer Karriere zwei Ausnahmen gemacht:
"Hommage an die Filmstadt München",Trailer zur Eröffnung des Cinemaxx, München
"Voices" MTV Kinocommercial


Aktuelleres

"alaska.de"
Spielffilm 2001
90 min, 16 mm.
Bioskop Film

Vergessene Jugendliche, nicht nur am Rande der Stadt, sondern auch am Rande der Gesellschaft, kämpfen um ihre Existenz und einen Platz im Leben. Ein mit Laien gedrehtes Porträt deutscher Grossstadtjugend.

Regie und Buch, auf vielen nationalen und internationalen Festials. Weltpremiere im Wettbewerb des Filmfestivals San Sebastian. Deutscher Filmpreis, Drehbuchpreis Schwerin, Giffony Preis, Bayerischer Filmpreis für Nachwuchsregie u.a.


"Balkan Rhapsody"
DV, 5 min. 99 Euro Films

Ein für 99 Euro realisierter Kurzspielfilm. Zwei Damen in einem halbseidigen Hotel denken, sie müssen die Welt verbessern und ein junges Mädchen retten. Was sie nicht merken ist, das Mädchen ist eine Prostituierte und ihre Einmischung macht alles noch schlimmer.

Auf unzähligen Festivals im Rahmen der 99 Euro Reihe. Eröffnung in der Deutschen Reihe auf der Berlinale.

"Blood on the floor"
DV 20 min.

Zwei Filme mit zwei unterschiedlichen Jugendgruppen gedreht für eine Symphonie. Projekt zur gleichn. Symphonie von Mark Anthony Turnage. Entstanden im Rahmen der
unter der Initiative von Sir Simon Rattle

"Adil geht"
Cinemascope, 100 min.
Dokfilm/Peter Rommel

Ein Episodenartig erzählter Tanzfilm über vier Flüchtlinge deren Breakdancecrew für sie ein Stück Heimat wurde, nachdem sie vor zehn Jahren aus dem Kosovo nach Deutschland gekommen sind und hier auf Duldung starken Beschränkungen in ihrer Bewegungsfreiheit ausgesetzt sind, sondern nun auch vor dem Problem der Abschiebung stehen.

"Stadt als Beute"
DV/35 mm, 92 min
Filmgalerie 451
Eine vom gleichnamigen Theaterstück von René Pollesch inspirierte Trilogie. Die Episode "Marlon" und Lizzy, geschrieben und umgesetzt von den Regisseurinnen Irene von Alberti und Miriam Dehne, wurde die Episode Ohboy von Esther Gronenborn konzipiert und verfilmt. Ohboy, ein Laiendarsteller geht nicht zu den Theaterproben und versucht sich den komplizierten Text auf der Strasse anzueignen.


Music Videos

"Eisenkopf",die Schweißer bei Intercord Stuttgart Martin .Schuhmacher
"Hölle","die Schweißer bei Intercord Stuttgart Martin .Schuhmacher
"Willkommen im Club" , die Schweißer ntercord Stuttgart Martin .Schuhmacher
"Dr. Sommer", Zam Helga bei Intercord Stuttgart Martin .Schuhmacher
"Meine kleine Schwester"
"Du Bist abgehauen" für Spectacoolär, BMG Berlin Mario Papitto
"Planet Violet", Nalin Inc., Cosmo Music, Michael Rank
"Aum" ALisha die indische Madonna, nur für den indischen Markt. Emi Electrola International, Jim Beach
"Laila" ALisha die indische Madonna, nur für den indischen Markt. Emi Electrola International, Jim Beach
"I give you my heart" Touche, BMG Berlin, Jens Uwe Benisch
"Crazy" Moffats Emi Electrola, Beate Fischer
"Sehnsucht" Westwind, Warner MusicMAAD Records, Silke Markmann
"Haß mich" Aleksey BMG Hamburg, Peter Kunz
"Lofilers" Lofilers BMG Berlin, Mario Papitto
"And One" Virgin Records, Anja Schiegl
"Marvin Mc Kay, feat.TSeven" BMG Berlin, Anke Brunst
"Engel" BMG.Mario Papitto
"Vergiss" Sony, Orbit, Quarks, Bianca Habermann Orbit Sound
u.v.a.

 


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